Digitale Zwillinge – Avatare in der Medizin und im Gesundheitswesen.

Digitale Zwillinge oder Doppelgänger, Avatare*, werden die Medizin, die Erkennung und Behandlung von Krankheiten revolutionieren.

Die rasante Entwicklung der Digitalisierung in der Medizin geht auch im Jahre 2022 weiter.
Neue Möglichkeiten setzen auch im Gesundheitsbereich, bei der Anamnese,Behandlung und Heilung von Patientinnen und Patienten, in der Forschung und Entwicklung neue Standards.

In Zukunft können von uns digitale ZwillingeAvatare* erstellt werden, die individuelle Gesundheitsdaten und digitale Aufnahmen, z.B. MRT – CT, als Grundlage für eine fallspezifische Behandlung durch Ärztinnen- und Ärzte in der Smart-Medical-Practice oder dem Smart Hospital interagieren können.
Eine Utopie? Nein, Avatarevirtuelle Zwillinge und VR (Virtual Reality) finden sich in immer mehr Anwendungen im Gesundheitswesen, der Medizin, der Psychologie. Die Entwicklung ist rasant. Genehmigungsverfahren, Daten- und Patientenschutz sind allerdings noch große Hürden.
Siemens Healhineers ist einer der Vorreiter in der Entwicklung von künstlichen Zwillingen in Europa und der Welt. Mehr erfahren auf der Webseite von Siemens Healthineers zum Thema Digitale Zwillinge:

https://www.siemens-healthineers.com/deu/perspectives/humanizing-medtech

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und nehmen stetig zu.

Psychotherapie – posttraumatische Belastungsstörung
Diabetes-Behandlung und Therapie
Krebstherapie
Augenheilkunde
Entwicklung von Pharmazeutika
Impfstoff-Entwicklung und Forschung
medizinische Ausbildung
Multiples-Sklerose – MS

Cloud-Anwendungen speichern Daten aus unterschiedlichen Quellen, Künstliche Intelligenz,
KI – (engl. AI Artifical Intelligence) errechnet und ermittelt die optimalen Behandlungsmethoden, Medikationen oder Reha-Maßnahmen in kürzester Zeit.
KI analysiert gewaltige Datenmengen aus medizinischer Expertise, Ergebnissen medizinischer Studien, OP-Berichten, Behandlungsergebnissen und das weltweit. Hinzu kommt die Visualisierung durch MRT oder CT Aufnahmen… Gesundheits- und Vitaldaten müssen der KI durch Scans von Dokumenten, Video- und Bilddateien zur Verfügung gestellt werden. Die Daten werden sicher auf redundanten Cloud-Servern gehostet.

Techgiganten wie Google sind bei der Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, bei digitalen Zwillingen, dem Metaverse schon sehr weit und sammeln Gesundheitsdaten – Ergebnisse medizinischer Studien.

Amerikanische Tech-Unternehmen und Cloud-Anbieter wie Google, Apple, Microsoft… haben die gewaltigen Entwicklungs- und Umsatzchancen schon länger erkannt. Die Datenmengen, die z.B. Google als weltweit führendes Suchmaschinen-Unternehmen bereits jetzt sammelt, lassen erahnen, dass die Tech-Giganten den umsatzträchtigen Bereich der Gesundheit, der Patientendaten schon länger ins Visier genommen haben.

Google hat das britische Startup DeepMind, das sich mit KI – AI im Gesundheitswesen beschäftigt und Zugriff auf Daten des britischen Gesundheitssystems hat, gekauft.
Die Kooperation mit der weltbekannten Mayoclinic, zur Digitalisierung und Erfassung von medizinwissenschaftlichen Veröffentlichungen, Krankheits- und Patientendaten zeigen die Anstrengungen von Google & Co in diesem Bereich
Zahlreiche medizinische Anwendungen und Gesundheits-Apps wie z.B. Google Health zeigen nicht nur Ergebnisse uns geben Antworten auf gesundheitliche Fragen der User, sie sammeln auch Daten über das Suchverhalten der Nutzer, z.B. nach Antworten zu Gesundheitsthemen.

Rechtliche Voraussetzungen an die Nutzung von Patienten- und Gesundheitsdaten sind hierzulande noch zu klären.

Die Voraussetzungen für die Nutzung von Gesundheitsdaten aus verschiedenem Datenquellen zusammen mit persönlichen Gesundheits- und Vitaldaten ist in Deutschland an viele gesetzliche Vorgaben, den durch die DSGVO und anderer Vorschriften zur Nutzung von Gesundheits- und Patientendaten geknüpft.
Aber hier liegt auch die Chance. Gesundheitsdaten ohne die öffentliche Preisgabe persönlicher Patientendaten wird die große Aufgabe für Lösungen heimischer Cloud- und IT-Anbieter und vieler Startup-Unternehmen, die medizinische Lösungen, DIGA entwickeln.

*künstliche Person oder eine grafisch animierte Figur, die einem Internetnutzer in der virtuellen Welt zugeordnet wird, deren Gesundheitsdaten, die medizinische Vita enthält. Dadurch können individuelle Krankheitsbilder und Behandlungen simuliert werden und damit die Medizin insgesamt revolutionieren.

Die DIGA ist eine digitale medizinische Anwendung, eine Gesundheits- oder Medizin-App.

Die DIGA kann ein Arzt oder eine Ärztin entweder verordnen oder ein Versicherter kann sie direkt bei der Krankenkasse beantragen.

Die digitalen Anwendungen sind vielfältig und helfen Ärztinnen- und Ärzten, Patientinnen und Patienten bei der Erkennung, der Linderung, der Überwachung (Ferndiagnose) bestimmter Krankheiten und der Kommunikation mit den Versicherungen.
Dabei kommen sowohl mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets) als auch Desktop-Computer (PC), sowie moderne Browser-Anwendungen zum Einsatz. Geräteübergreifende Lösungen sind heute Standard.

Die digitalen Anwendungen sind vielfältig und helfen Ärztinnen- und Ärzten, Patientinnen und Patienten bei der Erkennung, der Linderung, der Überwachung (Ferndiagnose) bestimmter Krankheiten und der Kommunikation mit den Versicherungen.
Dabei kommen sowohl mobile Endgeräte (Smartphones) aber auch Desktop-Computer (PC), sowie moderne Browser-Anwendungen zum Einsatz. 

Welchen Nutzen hat eine digitale Gesundheitsanwendung?

Jede Gesundheits- oder Medizin-App, die als DiGA zugelassen ist, soll dem Patienten, der sie anwendet, einen medizinischen Nutzen erbringen. Der medizinische Nutzen für den Patienten soll sich gemäß der Digitale-Gesundheitsanwendungen-Verordnung (DiGAV) im Wesentlichen zeigen in:

  • einer verbesserten Gesundheit
  • einer verkürzten Krankheitsdauer
  • einem verlängerten Überleben
  • oder einer verbesserten Lebensqualität

Bei folgenden Krankheiten, Beschwerden werden DIGA-Lösungen bereits eingesetzt:

  • Angststörungen
  • Depressionen
  • Diabetes  
  • Krebserkrankungen
  • Migräne
  • Multiples Sklerose
  • Schlafstörungen
  • Schlaganfall
  • starkem Übergewicht (Adipostitas)
  • Tinnitus

Die Voraussetzung für die Zulassung einer DIGA-Lösung.

Die App, die digitale Lösung muss das Prüfverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bestanden haben. Die DIGA, die Medizin-App… muss im DiGA-Verzeichnis gelistet sein. Die medizinische Notwendigkeit muss im hinreichenden Maße vorliegen und vom Arzt, der Ärztin mittels Verordnung (Rezept), Attest dargelegt werden.
Die DIGA haben neben gesundheitlichen Vorteilen auch Vorteile für Patientinnen und Patienten, Ärztinnen- und Ärzte, behandelnde Therapeuten:innen. Die Vitaldaten stehen permanent und in Echtzeit zur Verfügung. Viele Wege von und zur Arztpraxis entfallen, was gerade auch der Umwelt, dem Klimaschutz dient. Besonders auf dem Land, wo Ärzte fehlen und die Wege zu den Praxen und Krankenhäusern weit sind.

Das Bundesgesundheitsministerium hat umfangreiche Informationen auf seiner Webseite zum Thema DIGA veröffentlicht: DIGA – Digitale Gesundheitsanwendungen , die Zertifizierungsagentur für Anbieter von digitalen Angeboten im Gesundheitswesen ist die Gematik.

green: Digitale Gesundheitsanwendungen helfen durch das Einsparen von Papier, Druck und Wegen vom und zur Arztpraxis und anderen Gesundheitsunternehmen der Umwelt. Die Digitalisierung in der Medizin bedeutet auch Umweltschutz- und Klimaschutz , hin zu einem nachhaltigen Gesundheitssystem.

DIGA-Digitale Gesundheitskarte

weitere Informationen:

Das E-Rezept die  E-Verordnung e-Rezept
Der Elektronische Medikationsplan  eMP
Die elektronische Patientenakte  ePA
Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eAU

Die Gematik veröffentlicht auf Ihrer Webseite neue Entwicklungen, neue Anwendungen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen.